Mit einem vollen Haus begrüßte der Stadtverband der CDU Reutlingen beim diesjährigen Neujahrsempfang die baden-württembergische Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann im Tagungszentrum der Firma Heinrich Schmid.


Rund 350 Gäste waren der Einladung gefolgt und hörten eine mitreißende Rede zum Thema der Spitzenkandidatin der CDU für die baden-württembergische Landtagswahl 2021.
Die Begrüßung übernahmen der Hausherr Heinrich Schmid, sowie die Gemeinderätin und Stadtverbandsvorsitzende der CDU Reutlingen, Gabriele Gaiser. Neben einem Rückblick auf das ereignisreiche Kommunalwahljahr 2019, gab Gabriele Gaiser einen Ausblick auf die kommenden Herausforderungen 2020. Die Schaffung eines Konzepts für eine aufenthaltsfreundliche Altstadt und die Neuregelung der überhöhten Parkgebühren, stünden dabei ebenso im Fokus, wie der dringende Bedarf für ein wettkampffähiges Schwimmbad, sowie eine mögliche Erweiterung oder der Neubau eines 6. Gymnasialstandortes. Angesichts steigender Schülerzahlen erhoffe man sich hierbei die Unterstützung des Landes, so Gaiser.
Zudem stünden zahlreiche Gebäude- und Straßensanierungen an. „Wir sollten auch offen sein, für bezahlbare Lösungen von Handwerkern von hier“, gab Gaiser zu bedenken. „Außerdem müssen wir die GWG beim sozialen Wohnungsbau stärker in die Pflicht nehmen“, und im „moderaten Umfang neue Wohnbauflächen ausweisen.“
Im Anschluss gab Susanne Eisenmann ein Plädoyer für eine starke Bürgergesellschaft, Respekt und Toleranz. „Ich möchte das Gemeinsame, nicht das Spaltende in den Mittelpunkt stellen“, so Eisenmann. „Wenn wir anfangen, Alt und Jung, Stadt und Land, Mann und Frau gegeneinander auszuspielen, werden wir nicht vorankommen.“
Beim Thema Bildung sprach sich Eisenmann dafür aus, die Vielfalt der Schularten in einem durchlässigen Bildungssystem beizubehalten. „Deshalb auch meinerseits ein klares Bekenntnis zu einem differenzierten, aber transparenten Schulsystem, ein Erfolgsmodell für Baden-Württemberg"
Diskussionen mit der Fridays for Future Bewegung halte sie für wichtig, aber das müsse nicht in den Unterrichtsstunden sein, kritisierte Eisenmann. Außerdem sprach sie sich dafür aus, Eltern durch die Wiedereinführung der verbindlichen Grundschulempfehlung zu unterstützen. Das Abitur, sowie berufliche und akademische Bildung seien gleichwertig, so die Ministerin. „Treten Sie mir den Beweis an, dass der promovierte Kulturwissenschaftler auf dem Arbeitsmarkt mehr gefragt ist als der Malermeister.“
Eine große Herausforderung sieht Dr. Susanne Eisenmann darin, geeignete Rahmenbedingungen für den Strukturwandel der Automobilindustrie zu setzen. „Aufgabe der Politik ist es nicht den Verbrennungsmotor abzuschaffen, sondern für saubere Treibstoffe und Alternativen zu sorgen. Wir können dem Verbrennungsmotor keinen Stempel drauf hauen, nur weil die Grünen dies glauben.“ Zudem gelte es, Grundlagenforschung in Jobs umzuwandeln.
Musikalisch untermalt wurde der Neujahrsempfang von der Band Melikas, die mit ihrem stimmungsgeladenen Gesang die Gäste begeisterten.

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