|
Als Träger der Jugendhilfe und der Jugendarbeit hat der Landkreis eine sehr verantwortliche Aufgabe. Jeder junge Mensch muss die Möglichkeit haben, das Beste aus seinen Begabungen und Fähigkeiten zu machen. Hierin muss es die Unterstützung seiner Familie, der Nachbarn und der ganzen Gesellschaft bekommen.
Die CDU steht zum vorrangigen Erziehungsrecht und zur vorrangigen Erziehungspflicht der Eltern. Nur wenn diese ihrem Erziehungsauftrag nicht gerecht werden, dürfen die öffentlichen Institutionen eingreifen. Wenn sie dies tun, müssen sie sich von zwei Elementen leiten lassen: Kinder und Jugendliche brauchen Fürsorge und Verständnis, Freiheiten und Freiräume. Aber ihnen müssen auch die grundlegenden Regeln und Werte unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens vermittelt werden. Erlebnispädagogik in ferne Länder auf Kosten der Gesellschaft und teure Internataufenthalte finanziert durch die Eingliederungshilfe lehnen wir ab.
Wir begrüßen die Anstrengungen der Landkreisverwaltung durch eine umfassende Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse eine langfristige Jugendhilfeplanung zu konzipieren: Jugendhilfe muss vernetzt und koordiniert angeboten, Doppelstrukturen müssen aufgelöst werden.
Bei der finanziellen Förderung von Angeboten der Jugendarbeit setzen wir in erster Linie auf das verbandliche Angebot in Organisationen und Vereinen. Hier finden Kinder und Jugendliche in einem gewachsenen Umfeld mannigfaltige Möglichkeiten zur Aktivität und Kreativität. Erst in zweiter Linie - und wegen Vermeidung von Doppelstrukturen nur dort, wo dies neben der verbandlichen Jugendarbeit notwendig ist - unterstützen wir Angebote der offenen Jugendarbeit.
Schulsozialarbeit ist für die CDU ein - leider - notwendiger Bestandteil der Jugendhilfe. Sie kann einen wertvollen Beitrag zur Förderung und Integration junger Menschen leisten. Wir unterstützen daher Förderungsmaßnahmen durch den Landkreis, soweit dies Schulen zu gute kommt, die wegen Konflikten unterschiedlichster Art als Brennpunktschulen zu bezeichnen sind. Eine flächendeckende, nicht am Bedarf orientierte Förderung lehnen wir aber ab.
|