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Meldung vom 01.04.04

Weller: „Ausbildungsplätze werden nicht durch Gängelei geschaffen“ - CDU-Kreisverband gegen Ausbildungsplatzabgabe


In aller Deutlichkeit hat sich der CDU-Kreisverband Reutlingen gegen die von der Bundesregierung vorangetriebene Ausbildungsplatzabgabe ausgesprochen: „Das ist kein Beitrag zur Lösung des Ausbildungsplatzproblems“, erläuterte Kreisvorsitzender Florian Weller die Auffassung des Kreisvorstandes. „Ausbildungsplätze werden durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum geschaffen, nicht durch noch mehr Gängelei vor allem der mittelständischen Betriebe“. Die Ausbildungsplatzabgabe sei ein „bürokratisches Monstrum“, das allein zu einem noch weiter aufgeblähten Verwaltungsapparat und zu einer weiteren Kostenbelastung der Unternehmen führen werde.


Nach Einschätzung des CDU-Kreispressesprechers Andreas Digel ist die Abgabe eine weitere Bremse für Wachstum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. „Wer ab 10 Arbeitnehmern befürchten muss, auch noch über die Ausbildungsplatzabgabe zur Kasse gebeten zu werden, der überlegt sich doch zweimal, ob er den 10. Arbeitnehmer wirklich einstellt, oder ob er lieber Überstunden fährt.“ Digel befürchtet auch negative Auswirkungen für das duale Ausbildungssystem und damit für die Berufsschulen des Landkreises. Die Ausbildungsplatzabgabe stelle einen hohen Unsicherheitsfaktor dar und stelle die Planungen des Landkreises in Frage.

 

„Als Ausdruck einer Doppelmoral“ bezeichnet die CDU Medienberichte, dass gerade die Gewerkschaften, einer der Hauptbefürworter einer Strafabgabe, zu wenig ausbildeten: „Wer andere zurecht dafür kritisiert, dass sie zu wenig Ausbildungsplätze anbieten, muss erst einmal vor der eigenen Haustüre kehren.“

 

Die CDU setzt statt einer „bürokratischen Zwangsabgabe“ auf verstärkte gemeinsame Anstrengungen der Unternehmen, Verbände und Regierungen. Gemeinsam gelte es, diejenigen Betriebe die, obwohl dazu in der Lage, noch nicht ausbildeten an ihre gesellschaftliche Pflicht zu erinnern. Allerdings bestehe bei vielen Betrieben die Bereitschaft zur Ausbildung, es fehle aber an geeigneten Bewerbern. „Wir müssen die Schlüsselqualifikationen wie Rechtschreibung und höfliches Auftreten in unseren Schulen wieder stärker in den Mittelpunkt stellen“, so Weller abschließend.

 







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