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Meldung vom 13.06.05

Junge Union: "Innenstadt droht Verkehrskollaps"



"Die Junge Union Reutlingen fordert dringend den alsbaldigen Neubau des Scheibengipfeltunnels von Reutlingen auf die Schwäbische Alb über die so genannte Dietwegtrasse", betont JU-Vorsitzender Mario Kolb im Rahmen einer Vorstandssitzung. Nach seiner Ansicht ist für die Reutlinger Innenstadt eine baldige Verkehrsentlastung nicht nur wegen der hohen Feinstaubbelastung unumgänglich, sondern es drohe auch der totale Verkehrskollaps. Bereits heute rolle eine Autolawine von täglich etwa 65 000 Fahrzeugen auf den Bundesstraßen B 312, B 28 und B 27 über Reutlingen hinweg, so dass der gesamte Durchgangs- und Pendlerverkehr von der Alb nach Stuttgart (B 27) oder Richtung Metzingen (B 28) das Nadelöhr am "Reutlinger AOK-Knoten" passiere.

 

Dabei liege die Planung für die Trasse der Entlastungsstraße, die Dietwegtrasse, bereits seit Jahren im Reutlinger Tiefbauamt vor. Das zur Verwirklichung notwendige Bebauungsplanverfahren müsse nach der Vorstellung der Jungen Union beschleunigt durchgeführt werden. Es sei nachweisbar, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen würden. "Vor allem das für die Finanzierung der Bundesstraßen zuständige Bundesverkehrsministerium in Berlin müsse in den nächsten Monaten den Scheibengipfel-Tunnel in den 5-Jahresplan aufnehmen und die notwendigen 75 Mio. Euro bereitstellen", fordert JU-Vorsitzender Kolb. Deshalb bestünde gerade jetzt dringender Handlungsbedarf: "Der Ausbau des Reutlinger Scheibengipfel-Tunnels wurde bereits im vergangenen Jahr wieder im Rahmen der Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplans in die Kategorie "vordringlicher Bedarf" eingestuft. Für die Stadt Reutlingen heißt dies, dass nun alle verantwortlichen Entscheidungsträger die große Chance einer baldigen Umsetzung des Bauprojektes beim Schopfe packen aber auch eigenes Geld in die Hand nehmen müssen", unterstreicht Vorstandsmitglied Christoph Koch.

 

In Zukunft müsse der Fernverkehr aus Stuttgart an der Innenstadt vorbei zunächst über die Dietwegtrasse und dann durch den Scheibengipfeltunnel bis hin zum Südbahnhof weitergeleitet werden, um an dieser Stelle in die bereits vorhandene Pfullinger Umgehungsstraße (Ursulaberg-Tunnel) Richtung Albaufstieg zu münden.

 

"Nachdem der Weiterbau der Ortsumgehung Metzingen (B28) seit kurzem beschlossene Sache ist , hierfür hat der Bund bereits Mittel in Aussicht gestellt, fehlt jetzt nur noch das Reutlinger Mittelteilstück zu einer im Ganzen sinnvollen Lösung des Verkehrsstroms auf die Alb", stellt Koch die Situation dar. Die Junge Union Reutlingen fordere deshalb alle Beteiligten auf kommunaler sowie auf Landes- und Bundesebene auf, nun endlich im Interesse der Bürger der ganzen Region an einem Strang zu ziehen. "Wir dürfen gerade jetzt die Gelegenheit einer baldigen Umsetzung des Bauvorhabens nicht verschlafen, damit die Reutlinger Innenstadt bald wieder aufatmen kann", unterstreicht Koch.

Die derzeitige Verkehrsführung schlage bereits seit Jahren eine empfindliche Schneise durch die Reutlinger Innenstadt und verhindere damit eine städtebauliche Entwicklung und Belebung der Stadt nach Norden und Westen hin.

 

"Die Junge Union Reutlingen sieht sich in der Pflicht dieses Thema offensiv und mit Nachdruck in der Öffentlichkeit solange voranzutreiben, bis die Verantwortlichen parteiübergreifend in Bund, Land und auf kommunaler Ebene die Notwendigkeit zum Handeln erkannt haben", erklärt Vorsitzender Kolb die Zielrichtung der JU. Zu beachten sei auch, dass die Stadt bereits erhebliche Vorfinanzierungen für beide Projekte (Dietwegtrasse und Scheibengipfel-Tunnel) Planungskosten getätigt habe.







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