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Am 22. Januar feierte der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) im Palais Schaumburg zu Bonn sein 50-jähriges Bestehen. Zur Festsitzung im Palais Schaumburg, dem zweiten Dienstsitz des Bundeskanzlers, waren hochrangige Gäste geladen. Neben Bundesverteidigungsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg, nahmen der amtierende Präsident des VdRBw, Gerd Höfer, der ehemalige Präsident des VdRBw, Ernst-Reinhard Beck MdB, Gründungs- und Ehrenmitglied Minister a.D. Prof. Dr. Hans-Dieter Schwind sowie Jürgen Nimptsch, Oberbürgermeister der Stadt Bonn, an der Veranstaltung teil. Beck wurde am Abend zum Ehrenpräsidenten des Reservistenverbandes ernannt. "Ich nehme die Urkunde mit Demut entgegen", sagte er sichtlich gerührt.
Mit der Ehrenpräsidentschaft würdigte Gerd Höfer im Namen des Präsidiums die langjährigen Verdienste Becks, der von 2003 bis November 2009 Präsident des Verbandes war.
Der Reservistenverband hat am 23. Januar 2010 den ehemaligen Bundestagsabgeordneten und Major der Reserve Gerd Höfer aus dem hessischen Neukirchen zu seinem 14. Präsidenten gewählt. Bei der Abstimmung des Erweiterten Präsidiums setzte sich Höfer gegen den ehemaligen Generalsekretär und Berater des Präsidiums, Generalmajor a. D. Servatius Maeßen durch. Am Vortag hatte sich der Verband im Palais Schaumburg zu Bonn getroffen, um das 50-jährige Bestehen des Reservistenverbandes zu feiern. Stellvertreter Höfers ist der 46-jährige CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter aus Baden-Württemberg. Kiesewetter gehört seit der Bundestagswahl am 27. September 2009 dem Deutschen Bundestag an. Der Oberst a.D. verfügt über eine breite militärische Erfahrung, war in mehreren Auslandseinsätzen und von 2006 bis 2009 Büroleiter des Chefs des Stabes im Nato-Hauptquartier in Mons.
Höfer und Kiesewetter wollen mit ihrem Verband dem Verteidigungsministerium und der Bundespolitik mit Rat und Unterstützung zur Seite stehen. Aktuell geht es dabei um die bevorstehenden Umstrukturierungen der Bundeswehr sowie die beabsichtigt Verkürzung der Grundwehrdienstzeit von neun auf sechs Monate zur Seite stehen. "Wir wollen erreichen, dass die Bevölkerung die Einsätze der Bundeswehr mitträgt und die Soldaten auch weiterhin als Staatsbürger in Uniform sieht", so Kiesewetter. In diesem Zusammenhang kündigte Höfer an, dass der Reservistenverband den Deutschen Bundeswehrverband bei seiner Initiative gegen die Deutsche Friedensgesellschaft (DFG) unterstützen werde. In einem Flugblatt fordert der DFG-Landesverband Berlin-Brandenburg dazu auf, "Schampus zu saufen, wenn ein deutscher Soldat fällt". Höfer sagt: "Das ist zutiefst menschenverachtend. Wir wollen erreichen, dass ermittelt wird, wer dahinter steckt. Und uns geht es dabei nicht nur um Soldaten, die diskriminiert werden, denn letztlich geht es um jeden, der sich für unser Gemeinwesen einsetzt - ob haupt- oder ehrenamtlich."
Die Neuwahl wurde notwendig, weil der Vorgänger Höfers - Ernst-Reinhard Beck (MdB) - sein Amt Ende des vergangenen Jahres niedergelegt hatte. Seit November ist Beck verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Quelle: www.vdrbw.de
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